Azteken

Die Azteken hatten ihre größte Macht erst ca. 150 Jahre vor dem Einmarsch der Spanier erreicht und waren zur Zeit der Eroberung durch die spanischen Conquistadoren auf dem Höhepunkt ihrer Herrschaft.

 

Woher kamen die Azteken

Sicher weiß man heute, dass die Azteken einen Nahuatl-Dialekt sprachen und aus dem Norden Mexikos kamen. Seit ca. 1200 n. Chr. wanderten sie Richtung Süden und machten an diversen Orten halt. Die Azteken selbst nannten sich Mexica und zwar nach einem ihrer Helden mit dem Namen, Mexitli. Einer Legende zufolge kamen die Azteken von einer, in einem See gelegenen Insel mit dem Namen Aztlan.

Alle 52 Jahre feierten die Azteken den Beginn eines neuen Kalenderzyklusses mit dem Namen - Neues Feuer -. Über Tula setzten die Azteken ihren Weg Richtung Süden fort und kamen in das mexikanische Seengebiet, wo ihre neue Heimat sein sollte. Dort liegen viele Seen u. a. Texcoco-, Xochimilco- Xaltocan, Chalco- und Zumpango-See im Tal Mexikos. Das Gebiet wurde aber bereits von einigen anderen Stämmen kontrolliert. Als letzte vor den Azteken kamen die Chichimeken, die an der Nordseite der Seenplatte ihre Stadt Texcoco gründeten.

Die Azteken wählten den Chapultepec-Felsen als zukünftigen Wohnsitz aus. Da der Berg aber die gesamte Gegend überragte, entstand zwischen den diversen Stämmen ein Kampf um diesen Berg. Die Azteken wurden von den Fürsten von Colhuacan besiegt und mussten sich im Colhuacanischen Staat am Seeufer von Tizapan ansiedeln und Tribut zahlen. Nachdem sie als Soldaten im Heer der Colhuacan dienten und gegen die Stadt Xochimilco kämpften, verbesserte sich ihre Lage.

Der Legende zufolge schnitten die aztekischen Soldaten den Gegnern ein Ohr ab und überbrachten dem Herrscher der Culhuacan diese Ohren zum Zeichen ihrer Ergebenheit. Zum Dank dafür übergab der König dem aztekischen Häuptling seine Tochter zur Frau. Nachdem die Azteken diese Prinzessin einem Gott opferten, mussten sie fliehen. Sie flüchteten auf eine unbewohnte Insel im Texcoco-See.